Eine Vollnarkose oder Allgemeinanästhesie ist erforderlich für alle schmerzhaften operativen Eingriffe, der Patient möchte „nichts mitbekommen“, keine Schmerzen oder Erinnerung haben, am besten wachwerden und fragen ob es jetzt gleich los geht …
Eine Narkose wirkt am zentralen Nervensystem (ZNS), also im Gehirn und schaltet das Bewußtsein und die Schmerzempfindung für die Dauer der Operation aus.
Da wir Menschen keinen „An-Aus-Schalter“ für Bewußtsein und Schmerzempfinden haben, ist es erforderlich, diese Empfindungen durch eine Mischung aus verschiedenen Narkose- und Schmerzmedikamenten medikamentös vorübergehend auszuschalten.
Das nennen wir dann „Narkose“ und es entspricht dem Zustand einer tiefen Bewußtlosigkeit: umgangssprachlich wird von „Schlaf“ gesprochen, das ist aber nicht richtig:
Unterschied zum „Schlafen“: der Patient merkt nicht, wenn man ihm „weh tut“ z.B. operiert.
Die Narkosemedikamente werden bei einer modernen Anästhesie ausschließlich intravenös, also über einen Gefäßzugang, bzw. Infusion verabreicht, sie machen sich mit dem Blutstrom auf den Weg zum Gehirn (ZNS) und wirken dort genauso wie z.B. auch einfache Schmerztabletten.
Wir verwenden in der beethoven-klinik nur noch dieses Narkoseverfahren: sog. „TIVA“ (totale intravenöse Anästhesie).
Im Vergleich zu Narkosen mit Narkosegasen u/o Lachgas ist es besser verträglich, die Patienten sind schneller wach und fit, es kommt nur extrem selten zu Übelkeit.
Das Hauptmedikament heisst „Propofol“, welches auch bei Sedierungen („Dämmerschlaf“) z.B. beim Zahnarzt oder bei Darmspiegelungen verwendet wird.
Andere Narkoseformen sind Lokal-Anästhesien (bei kleineren Wundbereichen), Regional-Anästhesien (Nervenblockaden, Plexus-Anästhesie) um isoliert einen Arm oder ein Bein schmerzfrei zu bekommen oder Peridural-, bzw. Spinal-Anästhesie (PDA/ SpA) („Stich in den Rücken“) z.B. bei einer Geburt.
Diese Anästhesie-Formen werden nicht in der beethoven-klinik verwendet.