Lidhauterschlaffung – Blepharochalasis Oberlid und Unterlid

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Priv. Doz. Dr. med. Klaus J. Walgenbach

Chefarzt

Die Patienten beklagen einen müden und abgespannten Gesichtsausdruck. Häufig werden sie sogar von Freunden und Bekannten darauf angesprochen. Es besteht eine Diskrepanz zwischen ihrem wirklichen Befinden und dem Eindruck, den sie vermitteln. Einige Betroffene werden darauf angesprochen, ob sie müde oder traurig seien. Besonders problematisch wird es jedoch, wenn durch das herabhängende Lid das Sichtfeld der Betroffenen eingeschränkt ist und man beispielsweise im Straßenverkehr zu einer Gefahr wird. Diese Veränderungen sind häufig alters- oder familiärbedingt. In diesem Fall sollte vor einer möglichen OP eine Untersuchung durch einen Augenarzt geschehen.
In der Regel besteht ein Hautüberschuss am Oberlid und/oder Unterlid, wobei bei letzterem häufig zudem die sogenannten „Tränensäcke“ vorliegen. Letztere werden durch hervortretende, kleine Fettpolster verursacht.

Im Vorfeld zur Operation ist also eine umfangreiche fachliche Betreuung durch den Plastischen Chirurgen wichtig, in der über Risiken und das richtige Verfahren beraten wird. Eine augenärztliche Untersuchung kann v.a. bei ausgeprägten Befunden zudem indiziert sein.

Die Lidstraffung ist mittlerweile einer der am häufigsten durchgeführten ästhetisch-chirurgischen Eingriffe im Gesicht.

Am Oberlid wird in der Regel der Hautüberschuss gemeinsam mit einem Muskelstreifen und ggf. sich vorwölbenden Fettpolstern entfernt, am Unterlid ist der Eingriff meist eine Kombination aus der Entfernung des Hautüberschusses und der bei Tränensäcken fast immer hervortretenden Fettpolster. Zudem kann es notwendig sein, das erschlaffte Gewebe über die Unterlidkante an der Knochenhaut der seitlichen Augenhöhle zu fixieren (Kanthopexie).

Der Eingriff per Skalpell unter örtlicher Betäubung/Dämmerschlaf oder auch Narkose ist dabei eine der geläufigsten Methoden. Die Wundheilung und das ästhetische Ergebnis sind bei diesem Verfahren in aller Regel sehr gut.

Zu den seltenen Komplikationen gehören Nachblutungen oder Entzündungen des Auges. Auch darüber und über die Art der Nachsorge werden Sie ausführlich aufgeklärt.

Sie sind in der Regel nach 2 Wochen wieder gesellschaftsfähig.

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